Die Herausforderung, Veranstalter für Hornusserfeste zu finden

Hornussen lebt von Gemeinschaft, Tradition und freiwilligem Engagement. Doch genau dieses Fundament gerät zunehmend unter Druck: Es wird immer schwieriger, Vereine zu finden, die bereit sind, ein Hornusserfest oder einen grösseren Anlass zu organisieren. Der Aufwand für ein Hornusserfest ist nicht zu untersschätzen. Jahre im Voraus müssen OKs gebildet, Land gefunden, Bewilligungen eingeholt, Sponsoren gesucht, Helfer organisiert und Infrastruktur bereitgestellt werden.

Die Rückmeldung, dass die passenden Landflächen nicht zur Verfügung gestellt werden können nimmt zu. Gleichzeitig wird es schwieriger, Mitglieder für OK-Arbeit oder Führungsaufgaben zu gewinnen – ein Phänomen, das nicht nur den Hornussersport betrifft, hier deutlich spürbar ist.

Die Folgen sind offensichtlich: Bewerbungen für grosse Anlässe bleiben aus, Planungen werden unsicher, und traditionsreiche Feste geraten in Gefahr. Der Eidgenössische Hornusserverband hat mehrfach auf verschiedenen Kanälen darauf hingewiesen, dass Veranstalter gesucht werden und die Mitglieder aufgefordert sich konkrete Gedanken zu machen.

Umso erfreulicher ist deshalb eine Nachricht, die in diesem Kontext Hoffnung macht: Für das Eidgenössische Hornusserfest 2030 (EHF 2030) ist endlich eine Bewerbung eingegangen. Nach langer Unsicherheit zeigt sich damit, dass es nach wie vor Personen gibt, die bereit sind, Verantwortung für die Zukunft unseres Sports zu übernehmen und ein solches Grossereignis möglich zu machen. Dieses Engagement verdient Respekt, Rückhalt und Solidarität aus der gesamten Hornussergemeinschaft.

Die Eidgenössischen Hornusserfeste werden durch die Eidgenössische Delegiertenversammlung vergeben. Es wird erwartet, dass Mitte Februar keine Einwände geben wird und die Hornusser Recherswil-Kriegstetten mit der Detailplanung beginnen können.